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gueltigkeit

Gültigkeit

Ein Argument ist gültig, wenn die Wahrheit seiner Prämissen die Wahrheit seiner Konklusion garantiert. In dieser Ausdrucksweise wird deutlich, dass die Gültigkeit von Argumenten allein von ihrer logischen Form abhängt.

Beispiele:

A

(1) Alle Menschen sind sterblich. (These)

(2) Sokrates ist ein Mensch. (Prämisse)

(3) Also ist Sokrates ein Mensch. (Konklusion)

B

(1) Alle Planeten sind rund. (These)

(2) Die Erde ist ein Planet. (Prämisse)

(3) Also ist die Erde rund. (Konklusion)

Folgende logische Form kann bei beiden Argumenten herausgearbeitet werden:

(1) P.

(2) Q.

(3) R.

Die Argumente A und B sind deshalb gültig, weil alle Argumente der gleichen logischen Form (alle strukturgleichen Argumente) mit wahren Prämissen auch eine wahre Konklusion haben.

Generell gilt Gültigkeit, wenn es unmöglich ist, dass die Prämissen (zugleich) wahr sind und die Konklusion falsch ist. Ob Prämissen und Konklusion tatsächlich wahr oder falsch sind, spielt dabei keine Rolle, es geht jeweils um die logische Form. Man spricht dann auch von einem formal gültigen Argument.

Formal gültige Argumente sind gültig unabhängig vom Thema. Ihre Gültigkeit liegt nur in „formalen“ Elementen begründet, die auf jedes Thema angewendet werden können (bspw. die hier herausgearbeitete logische Form).

Beispiel für ein gültiges, aber nicht formal gültiges Argument:

(1) Markus ist Junggeselle.

(2) Also ist Markus nicht verheiratet.

gueltigkeit.txt · Zuletzt geändert: 2020/07/01 06:11 von 216.244.66.241