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Regressargument

Ein Regressargument ist ein Argument, wenn eine These dadurch widerlegt werden soll, dass aus ihr ein Regress oder Zirkel abgeleitet wird. Dabei gibt es keine genau Festlegung wie ein Regressargument aussehen kann.

Regress (ad infinitum)

Form:

graph TD; A[P]-->B[Q1...Qn]; B[Q1...Qn]-->C[R1]; B[Q1...Qn]-->D[Rn]; C[R1]-->E[...]; C[R1]-->F[...]; D[Rn]-->G[...]; D[Rn]-->H[...];

Das Prinzip:

Angenommen: P.

Wenn ich weiß, dass p, dann gibt es Prämissen q1 … qn, von denen gilt: Ich weiß, dass q1 … qn, und ich habe eine gültiges Argument von q1 … qn zu p.

Wenn ich weiß, dass q1 … qn, dann gibt es Prämissen r1 … rn, von denen gilt: Ich weiß, dass r1 … rn, und ich habe ein gültiges Argument von r1 … rn zu 
 q1 … qn.

Mit einem unendlichen Regress wird die Argumentation immer und immer weiter geführt, dass führt aber zu einem Problem: Es verschiebt die Diskussion nur weiter ohne eine Konklusion zu finden. Dabei kann die Ableitung des Regresses mit logisch gültigen Mitteln geschehen. Aber für die Ausgangsposition ist das ein Problem, wenn der Regress selbst ein Problem ist.

Zirkel

siehe Zirkelschluss

Form:

graph TD; A[P]-->B[Q1...Qn]; B[Q1...Qn]-->C[R1...Rn]; C[R1...Rn]-->D[...]; D[...]-->A[P]

Der Zirkel ist ebenfalls problematisch, denn wenn wir schon etwas wüssten, dann müssen wir nicht weiter dafür argumentieren, somit kann die These ebenfalls schwierig gehalten werden.

Dadurch das sowohl Regress als auch Zirkel keine neuen Beweisführungen für die Argumente bringen, können diese beiden Varianten eingesetzt werden um eine These zu widerlegen.

Die letzendliche Argumentform könnte wie folgt aussehen:

Wenn P, dann folgt entweder ein Regress oder ein Zirkel.

Der Regress (…) ist nicht aktzeptabel.

Der Zirkel (…) ist nicht aktzeptabel.

Also: Nicht P.

regressargumente.txt · Zuletzt geändert: 2021/03/22 19:55 von peter